Archive for the 'Politik' Category

Tel Aviv Beach in Wien

Und noch ein Beispiel dafür, warum Plastikstuhlfotografie und Nahostpolitik zusammen gehören:

[…] Bekannt wurde dies am vergangenen Samstag auf einer Kundgebung der Frauen in Schwarz und weiterer Desperados der antiisraelischen Kampagne Gaza muss leben am Wiener Donaukanal. Das Szenario war mehreren Augen- und Ohrenzeugenberichten zufolge nachgerade bizarr: Während am einen Ufer die Gäste des Tel Aviv Beach entspannt ihre Cocktails genossen, versammelten sich direkt gegenüber, weitgehend unbeachtet, rund dreißig freudlose Gestalten mit einem Lastwagen, Palästinafahnen, Spruchbändern und Flugblättern unmittelbar neben zwei „Dixi“-Toiletten, um für die Anerkennung einer antisemitischen Terrortruppe zu werben. Da gebietet bereits der gute Geschmack einen Aufenthalt am Ostufer – zumal dort auch die Sonne länger scheint. Le chaim!

Tel Aviv Beach in Wien

(via Lizas Welt)

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May 8th – Celebrating Liberation! Still Fighting Antisemitism!

8. Mai – Befreiung feiern!

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Judenmord im Schauspielhaus (Hamburger Botschaft)

In der “Hamburger Botschaft” wird seit 4. Juni eine Bühnenfassung des antisemitischen Films “Paradise Now” gezeigt. Bereits Anfang des Jahres bekam ich vom Schauspielhaus eine Anfrage, wo sich schicke Plastikstühle für das Bühnenbild auftreiben ließen. Diese Anfrage beantwortete ich mit einem Link zu einem Flugblatt gegen den Film und dem freundlichen Hinweis, ich wäre gerne dabei behilflich, bei der Organisation einer kritischen Podiumsdiskussion am Rande des Stückes mit zu wirken, um das Ärgste zu verhindern. Leider wurde dieses Angebot nicht angenommen. Und Plastikstühle wurden offenbar auch selbstständig aufgetrieben.

Zum Glück scheinen sich mittlerweile auch kritische Kräfte gegen das Stück zu finden, die in einem Flyer “Schluss mit dem Theater!” fordern.

Ein weiteres aktuelles Thema, dass von dem LAK Shalom Hamburg, der sich am Freitag, den 13. Juni gründet aufgegriffen werden könnte.

Via: Silkes Blog.

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Happy Independence Day! | !יום עצמאות שמח

… und einen wunderschönen Tag der Befreiung. Vor 63 Jahre kapitulierte Deutschland. Die Armeen der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs befreiten Europa von Nationalsozialismus und Krieg und beendeten die Shoa, in der die Deutschen sechs Millionen jüdische Menschen ermordeten.

Drei Jahre später (nach dem jüdischen Kalender heute vor 60 Jahren) gründete sich Israel. Dem Land wurde nicht nur am Tag nach seiner Unabhängigkeitserklärung von den Nachbarn der Krieg erklärt. Bis heute muss die (jüdische wie arabische Bevölkerung) Angst vor Raketenbeschuss und Selbstmordanschlägen haben. Und dennoch. Heute ist Israel der einzige Staat, in dem jüdische Menschen nicht als Minderheit auf das Good Will der jeweiligen Mehrheit angewiesen ist.

Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten hat Geburtstag. Das ist für uns ein Grund zu Feiern. Und feiern werden wir nicht nur mit ein paar Worten und nicht nur am 8. Mai (dem Israelischen Unabhängigkeitstag nach dem jüdischen Kalender) und dem 14. Mai (dem Unabhängigkeitstag nach dem gregorianischen Kalender).

Ich schließe mich den Gratulationen des BAK Shalom an:

Diesen Monat nehmen wir uns zum Anlass, um auf eigene, wie andere Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Wir wollen nachdenken und gedenken, bei verschiedenen Anlässen unsere Sympathie und Solidarität bekunden und natürlich feiern. Im Laufe des Mais werden wir weiterhin über aktuelle Events informieren, Hinweise von Politik bis Musik geben und euch mit Informationen versorgen. Anregungen nehmen wir gerne entgegen.

Und seit gestern sind die schicken neuen Aufkleber des BAK Shalom fertig:

Aufkleber des BAK Shalom | bak-shalom.de Aufkleber des BAK Shalom | bak-shalom.de
Aufkleber des BAK Shalom | bak-shalom.de Aufkleber des BAK Shalom | bak-shalom.de

Also. Happy Birthday Israel! Und: Happy Birthday Kapitulation!

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“Hast du Halsschmerzen oder hasst du Juden?” – Das Pali-Tuch.

Riotpropaganda hat einen Mopo-Artikel zur Renaissance des Palifeudels in Hamburg dokumentiert. Während dort richtig festgestellt werden, dass “auch” Nazis den mittlerweile tragen um ihre “anti-israelische Haltung” zur Schau zu tragen ist offenbar, wie Riotpropaganda richtig festhält, keine Zeit für Recherche verschwendet worden. Denn dann wäre wohlmöglich in dem Artikel auch festgehalten worden, dass das Tuch seit dem zweiten Viertel des letzten Jahrhunderts nicht bloß “auch” einen antisemitischen Bezug hat, sondern ganz explizit mit arabischen Antisemitismus verbunden ist. In einem Flugblatt der JDJL, bei Bad Weather archiviert wird kurz und knapp auf die Verbindung zwischen völkischen Strömungen in “Deutschland” und “Palästina” eingegangen:

In Deutschland sprechen heute nur noch die Nazis von Volksbefreiung und berufen sich auf den gerechten Kampf des palästinensischen Volkes, gegen Israel, gegen den Staat der Juden. Und da sind wir angelangt. Bei der Auseinandersetzung zwischen Palästinensern und Israel. Bereits zwischen 1936 und 1939 wurde das Kleidungsstück, das ursprünglich nur die ländlichen Fedayin Arabiens trugen, vom Großmufti von Jerusalem unter Strafandrohung bei der eigenen Bevölkerung durchgesetzt. Das Tragen europäischer Hüte wurde verboten. Diejenigen, die sich dagegen wehrten, wurden verprügelt oder erschossen. Die deutschen Nationalsozialisten haben diesen Großmufti finanziell unterstützt. So starteten die Nazis in Berlin eine Pressekampagne gegen die Teilung Palästinas. Prompt bedankte sich der Mufti bei den deutschen Nazis: Schon damit habe die deutsche Regierung dem Kampf der Araber in Palästina um ihre Selbständigkeit einen großen Dienst erwiesen. Das Pali -Tuch ist der Ausdruck des Kampfes gegen Israel.

Kein Wunder also, dass heute – neben vielen Menschen ohne reflektierten politischen Bewusstsein zum Nahostkonflikt und der deutschen Geschichte – die Kufiya heute in der BRD vor allem von Nazis und Steinzeitlinken getragen werden, die noch (wahlweise) der RAF, der SED, der Bewegung 2. Juni oder alten K-Gruppen nachtrauern. Dabei gibt es heute durchaus emanzipatorische Linke Gruppen, die sich differenzierter mit diesen Fragen auseinandersetzen (vgl. dort auch die Link-Liste zu israelsolidarischen Gruppen).

Ein lesenswerter Artikel darüber, wie der Staat Israel in den 1970er Jahren durch die antisemitische deutsch-palästinensische Achse konfrontiert war, findet sich übrigens im Tagesspiegel.

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Mörderische Hamas-Küche auf Plastikstühlen…

Bei YouTube gibt’s ja alles. Unteranderem auch Videos der Hamas, auf der sie voller Stolz und voll von brechreizerzeugendem Pathos ihres Qassam-Raketen vorführt, die täglich auf Israel geschossen werden.

Ivo hat auf seinem Blog ein Video gepostet, in dem auch die Herstellung der Raketen gezeigt wird:

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Der Hamas in die Suppe spucken!

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Morgen nach Schwerin?!

Antifa-Demo in Schwerin

Es gibt viele mehr oder weniger gute Argumente, nicht mit Grönemeyer und Co in Rostock zu demonstrieren. Irgendwie hatte ich dabei ganz aus den Augen verloren, dass ja auch in Schwerin demonstriert wird. Dort marschieren morgen (am 2. Juni) die Nazis auf und selbstverständlich gibt es auch die eine oder andere Gegendemo. Auch aus Hamburg wird ab 7:45 Uhr dorthin mobilisiert. Das ist zwar sehr früh, aber was solls?!

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Sderot

Nicht weil auch ein Plastikstuhl in dem Video zu sehen ist, sondern weil sich die Lage in dieser israelischen Kleinstadt in den letzten Wochen leider wieder zugespitzt hat poste ich hier das Video “Save Sderot”…
(via Planet Hop.)

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Linksjugend ['solid] und BAK Shalom in Berlin gegründet. Und ein Plastikstuhl war auch dabei.

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Ein langes Wochenende in Berlin. Viele Streits um Namen, Satzung, Programm, Höchstalter, Größe des BundessprecherInnenrates und Verhältnis zur ‘Mutterpartei’. Knapp 250 Delegierte aus den Quellorganisationen ['solid] – die sozialistische jugend, verschiedenen WASG-Jugendgruppen sowie den Jungen Linken (der ehemaligen PDS-Jugend) debatierten und kloppten sich darum, wie der neue Verband aussehen soll. Insbesondere darüber, welches Verhältnis der Verband zu der Partei ‘DIE LINKE.’ haben soll und wie das Ganze heißen soll, gingen die Positionen weit auseinander, wobei folgender Kompromis gefunden wurde:

Die Linksjugend ['solid] ist als parteinaher Jugendverband die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE.

Über den Namen scheinen nicht alle ganz glücklich zu sein.

Die Leser_innen von plastikstuhl.de mögen mittlerweile eingenickt sein oder sich ernsthaft fragen, wo hier der thematische Bezug zum sonstigen Blog-Konzept steckt. Aber dies soll kein Off-Topic-Post bleiben.

Am Rande der Bundesdelegiertenkonferenz wurde der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom ins Leben gerufen, als “Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus”. In dem Gründungspapier heißt es:

The Catholics hate the Protestants and the Protastants hate the Catholics and the Moslems hate the Hindus and the Hindus hate the Moslems - and everbody hates the Jews. (Tom Lehrer)

Von Antisemitismus ist die gesamte Gesellschaft betroffen, rechts und links, oben und unten. Während Antisemitismus traditionell nur Rechtsextremen zugeschrieben wird, ist es bei vermeidlich emanzipatorischen Strömungen umso schwieriger über linken Antisemitismus zu sprechen, da ja Linke oder Aufklärer keine Judenhasser sein Können. Das sie es doch sein können, zeigt ein Blick in die Strömungen.

Der BAK ist der Überzeugung, dass es für unseren Jugendverband notwendig ist, die benannten Themen als ein zentrales Element unserer Gesellschaftskritik zu betrachten.

Um endlich einen offenen Dialog zu ermöglich, werden wir durch Kampagnen, politische Bildungsarbeit und andere Maßnahmen auf das Anliegen aufmerksam machen.

Infos über Veranstaltungen, Aktionen und ähnliches folgen bald.

Wie auch ein Stau politisch genutzt werden kann, demonstrierten die Genoss_innen aus Hessen, die die unverhoffte Pause auf der Autobahn während der Rückfahrt dazu nutzten, Flugblätter und CDs zu verteilen. Nähere Informationen über die Linksjugend ['solid] gibt es natürlich auf der Verbandshomepage, aber auch in dem ausführlichen Wiki-Eintrag. Was nur HIER steht, ist, dass es bei der BDK prima Duschräume gab, in denen sogar ein Plastikstuhl zum ablegen der Wäsche bereit stand!

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plastikstuhl.de in China zensiert?!

Auf der flickr-Seite von Merlin Mann fand ich den Link zu einer interessanten Seite, die sich mit der Zensur von Internetseiten in China befasst. http://greatfirewallofchina.org testet über einen Server in China, ob auf der Testseite eingegebene Webadressen in der Volksrepublik abrufbar sind. Für plastikstuhl.de kam die Antwort “Your URL is Blocked!”…

Interessant, interessant. Allerdings schränkt http://greatfirewallofchina.org die Aussage über die eigenen Ergebnisse selbst ein. Es wird darauf hingewiesen, dass auch aus technischen Gründen eine URL als geblockt aufgelistet werden kann. Welchen Nutzen dann aber bisher soein Test hat steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Begnügen wir uns also vorerst mit der Aussage, dass plastikstuhl.de in China zensiert ist oder auch nicht. Nun ja.

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