Judenmord im Schauspielhaus (Hamburger Botschaft)

In der „Hamburger Botschaft“ wird seit 4. Juni eine Bühnenfassung des antisemitischen Films „Paradise Now“ gezeigt. Bereits Anfang des Jahres bekam ich vom Schauspielhaus eine Anfrage, wo sich schicke Plastikstühle für das Bühnenbild auftreiben ließen. Diese Anfrage beantwortete ich mit einem Link zu einem Flugblatt gegen den Film und dem freundlichen Hinweis, ich wäre gerne dabei behilflich, bei der Organisation einer kritischen Podiumsdiskussion am Rande des Stückes mit zu wirken, um das Ärgste zu verhindern. Leider wurde dieses Angebot nicht angenommen. Und Plastikstühle wurden offenbar auch selbstständig aufgetrieben.

Zum Glück scheinen sich mittlerweile auch kritische Kräfte gegen das Stück zu finden, die in einem Flyer „Schluss mit dem Theater!“ fordern.

Ein weiteres aktuelles Thema, dass von dem LAK Shalom Hamburg, der sich am Freitag, den 13. Juni gründet aufgegriffen werden könnte.

Via: Silkes Blog.

7 Gedanken zu “Judenmord im Schauspielhaus (Hamburger Botschaft)

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  3. Hallo,

    ich finde die Kritik so wie sie am Stück geübt wird – in dem verlinkten Beitrag wird dem Zuschauer vorgeworfen, es sei „dumm“ sich eine Theaterkarte zu Paradise Now zu kaufen – beängstigend polemisch und dem Werk nicht gerecht. Nun habe ich leider den Film nicht gesehen (zwecks einer eigenen Meinung werde ich das aber nachholen), kann jedoch nicht im geringsten nachvollziehen wie man zumindest das Stück in der Botschaft als antisemitisch verstehen kann. Es werden vielmehr die perfiden Erpressungen und Manipulationen entlarvt, welche die beiden eigentlich lebensbejahenden Täter zu ihrer wahnsinnigen Tat treiben. Man darf aber ein solches forensisches Verstehen nicht mit Verständnis verwechseln. Schon gar nicht wird die Tat entschuldigt, verharmlost, gerechtfertigt oder sonstwie moralisch entlastet. Auch wird dem Zuschauer die bequeme Position des unbeteiligten Beobachters dadurch verwehrt, dass der Anschlagsort des Stücks draußen, vor der Fensterfront der Spielstätte und damit mitten in der alltäglichen Realität der Zuschauer verortet ist. Zwischen ahnungslosen, unbeteiligten und unschuldigen Passanten laufen die Täter ziellos umher und werden sich des Wahnsinns ihrer Tat bewusst, ohne sich jedoch am Ende selbst überlegen zu sein. Gleichzeitig wird dem Zuschauer vorgeführt, dass Terrorismus eben nicht nur „weit weit weg“ funktioniert, sondern auch hier, draußen, vor der eigenen Haustür. Das ist im richtigen Maße unbequem und aufklärerisch. Es als Verherrlichung einer Mordtat oder gar als Rechtfertigung eines Anschlags zu verstehen ist nur möglich, wenn man das Stück nicht gesehen hat. Was ich deswegen einem Großteil der Kritiker unterstelle. Man korrigiere mich falls ich mich hierin täusche, es wäre tröstlich.

    Dumm ist jedenfalls nicht, wer eine Theaterkarte kauft. Dumm ist aber, wer ein Stück verreißt, das er nicht gesehen hat oder das er aus Prinzip missverstehen will. Im übrigen gab es bei der Uraufführung ein Publikumsgespräch. Schade, dass sich dort keiner der Kritiker geäußert hat. Etwas Sachlichkeit in der Kritik hätte der Kontroverse gut getan.

    Na ja, man sieht sich.

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  6. Johnny, not bad. But I’d say only about 10% of the Yeahs were pronounced coelcrtry. The rest were either unintentionally funny or simply embarrassing. That particular vowel sound in Yeah is hard for Germans to pronounce. It would have been better to use Yay. That vowel sound German has. But, my God, Germans must have a lot of extra time on their hands to spend a couple days on this. I’d be interested to find out what percentage of your readers are Hartz IV layabouts.

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