Trotz böser Zensurpolitik bleibe ich – zunächst – bei good ol‘ flickr. Und das hat vor allem einen Grund. Den nenn‘ ich mal, um das zu verschlagworten „Vernetzung der Plastikstuhlfotografieszene“. So hat Alan46 jetzt wieder mal ein unglaubliches Bild in den „Plastic Chairs Foto-Pool“ hochgeladen. (Angeblich – aber da vertrauen wir ihm mal) 6.500 weiße Plastikstühle, fein säuberlich auf dem Rabin Square in Tel Aviv aufgereiht. Respekt!
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David Peretz – Live
Eine Gelegenheit auszulassen, Plastikstuhlfotografie und Musik aus Israel in einem Blogpost zu kombinieren, kommt hier gar nicht in die Tüte…
Schon lange hatte ich dieses Bild von David Peretz bei meinen Flickr-Favoriten abgespeichert. Nachdem das neue Album Haiku Blues schon ein paar Wochen draußen ist und ich noch nicht darüber berichtet habe – zumal ich es auch noch nicht komplett hören konnte! – nehme ich jetzt mal die brandneuen Liveaufnahmen zum Anlass: Im Blog des Labels Hiss Records {plastikstuhl.de berichtete 😉 } wurden heute die Aufnahmen vom Konzert im Tmuna Theater (am 6. August) veröffentlicht. Sehr schön. Sehr anrührend. Auf jeden Fall hörenswert. Runterladen. Durchhören. Freuen.
Als Anspieltipp und Lockmittel vorweg, hier der Titelsong des aktuellen Albums:
Israelische Musik küsst Plastikstühle –
am Strand von Tel Aviv
Haaaaaach. Fernwehimpressionen flattern da per RSS-Feed in meinen Computer… Das Blog „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ lädt uns zu einem Spaziergang über die Strandpromenade nach Tel Aviv. Zur Musik von Mathi Caspi und Shlomo Gronich gibt es Bilder von der urbanen Mittelmeerküste direkt am Zentrum Tel Avivs, die dazu beiträgt, diese Stadt so unvergleichlich zu machen. *schwärm* Auch wenn die Kamera doch teilweise einen sehr voyeuristischen Blick hat und ständig auf irgendwelchen Popos hängenbleibt, durchaus sehenswert.
Dazu finden wir auf dem Blog noch treffende Reiseinformationen und einen passenden TV-Tipp für morgen Abend auf Arte:
Sommer, Sonne, Strand – Tel Aviv
„Die bekanntesten Strände der Welt“Arte 20:15, 02.08.2007
Weitere (vor allem textliche) (Reise)Impressionen aus Israel könnt ihr im lesenswerten Blog von matthieu und grejpfrut finden.
Folgt dem Stuhl
Der Ritt auf dem Plastikstuhl
Im Kino, auf der Konzertbühne, im Fernsehen und an den Stränden der Welt. Den Leser_innen von plastikstuhl.de dürfte die Allgegenwärtigkeit dieses Möbelstücks bereits aufgefallen sein. Wenig verwunderlich und doch eine Nachricht wert, das der Plastikstuhl es auch auf die Bretter die die Welt bedeuten geschaft hat.
In der Kölner Inszenierung von Theodor Storms „Schimmelreiter“ lässt Regisseur Armin Petras (wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet) den Deichgrafen auf einem Plastikstuhl durch die Gegend reiten. Und das Ersatzpferdchen dabei Bruch erleiden.
Post aus China

In letzter Zeit ist das Feedback zu plastikstuhl.de leider etwas rarer geworden. Zum schmunzeln regte dann doch folgende Mail an, die ich von einer chinesischen Firma bekam, die unter anderem Gussformen für Plastikstühle herstellt:
Dear Sir or Madam,
How do you do .
I’m Marsha come from China , Our company is specialized in mould making, I
saw your company in internet , We are very interesting in your chair mould
terms .So I send the mail to you .
We can provide cheap and good quality service in it .
Please don’t hesitate to contact with me.
Waiting for your reply.
Best regards.
Marsha
Vielleicht hat ja eine andere Person mehr interesse daran als ich und kann sich dann direkt an Wanjia wenden.

PS: Übrigens straft diese e-Mail noch mal die Verlässlichkeit der „Great Firewall of China“ ab. Anscheinend ist plastikstuhl.de ja doch aus der Volksrepublik zu erreichen.
Plastikstühle gegen Studiengebühren
In Hamburg (wie anderswo) wird derzeit gegen Studiengebühren mobilisiert und zum Boykott aufgerufen. An der Uni Hamburg müssen sich mehr als 10.000 Studierende an der Zahlungsverweigerung mittels Treuhandkonto beteiligen, sonst sieht’s mit dem Boykottvorhaben schlecht aus. An der kleineren HAW geht derweil die Mobilisierung ganz gut voran.
An vorderster Streikfront – wie hier zu sehen – steht natürlich auch ein Monoblock-Plastikstuhl. Wie könnte es anders sein?!
(via: tosche.com)
The Cemetery Club – Israelischer Dokumentarfilm im 3001 Kino

Der Film „The Cemetery Club“ von der israelischen Regisseurin Tali Shemesh hat derzeit in der BRD Premiere. Den Film-Standbildern zu Folge wird auch der ein oder andere Plastikstuhl dort zu sehen sein.
Nationalfriedhof Mount Herzl in Israel. Jeden Samstag morgen die gleiche Prozession: Bestückt mit Plastik-Klappstühlen und Essensboxen zieht eine Gruppe älterer Menschen an dem Grabstein des Wegbereiters des politischen Zionismus vorbei, um es sich unter dem Schatten einer ausladenden Kiefer bequem zu machen. Die „Mount Herzl Academy“ tagt. Fünf Jahre lang hat die Filmemacherin Tali Shemesh die Gruppe begleitet, deren Zweck, neben der Diskussion kultureller und zeitgeschichtlicher Fragen laut Satzung darin besteht, der Vereinsamung im Alter vorzubeugen. Im Mittelpunkt stehen Minya, die zurückhaltende und eher schweigsame Großmutter der Regisseurin, und Lena, deren dominante Schwägerin – zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und die das Schicksal doch fest aneinandergebunden hat. Mit großer erzählerischer Sicherheit bewegt sich der Film zwischen der Gruppe, deren Mitglieder nach und nach sterben, und Lenas privatem Drama, das stellvertretend für das Trauma derer steht, die den Nazi Terror überlebt haben. Mit „The Cemetery Club“ gelingt der Regisseurin ein ergreifendes, sehr persönliches und unerwartet humorvolles Portrait der Holocaust Generation, wie wir es so noch nie gesehen haben. (DOK Leipzig 2006)
Der Film kann unter anderem (im 3001-Kino in Hamburg gesehen werden.
EDIT:
The Cemetery Club läuft im 3001 noch bis zum 11. April
Soundcheck für Plastikstühle –
Livealbum von Ehud Banai
Ehud Banai ist eine der Popmusikgrößen Israels… „Der israelische Grönemeyer“ wäre als Beschreibung ein bisschen fies, geht aber vom Fame her schon in die Richtung. Bloß ist Ehud Banai viel besser. Und die Musik ist eher folkpoppiger. Das Musikportal השרת העיוור (The Blind Janitor) stellt Banai in eine Reihe mit Bob Dylan und Neil Young. Und solche Vergleichsgrößen gibt’s im deutschsprachigen Raum ja wohl kaum.
Wer regelmäßig die unterschiedliche Musik aus Israel gehört hat, die hier regelmäßig präsentiert wird, mal beim RischRusch-Club war oder – noch besse – mal in Israel war und dort durch die Clubs und Plattenläden getingelt ist, weiß, dass es nicht so was wie die typische israelische Musik gibt, denn die ist so vielfältig, wie das Land selbst. Aber in der Musik von Ehud Banai verbinden sich doch wenigstens zwei Linien, die sich in Israel öfter kreuzen: „Orientalisches“ und „Westliches“… auch wenn sowohl in der Musik, als auch in der gesamten israelischen Gesellschaft, wenn genau hingeschaut wird, festzustellen ist, dass dies keine absoluten Größen sind, sondern bestenfalls Tendenzen, die keine Pole oder Gegensätze darstellen, sondern fließen, ineinander übergehen und sich hybrid verbinden.
Und – ha! – endlich konnte hier auch mal wieder optisch mal die Brücke zwischen Musik aus Israel und Plastikstühlen geschlagen werden. 😉
Südpol-Wettrennen reloaded:
Die Jagd nach antarktischen Plastikstühlen
Nachdem Admunsen und Scott schon 1912 am Südpol waren, müssen wir dort nicht mehr hin. Höchstens virtuell… Gesucht wird der südlichste Plastikstuhl der Welt. Nachdem ich gestern einen stylischen alten Stuhl aus braunen Plastik gefunden habe, der in Scotts Hütte in der Antarktis steht, verschlägt uns das Foto von Dave Curtis in die Halbmondbucht. Diese ist vor allem für ihre Pinguine bekannt.
Die Half Moon Bay liegt 54° 30′ 21.1″ S /158° 52′ 55.6″ E also auf halber Strecke zwischen Neuseeland und der Antarktis. Die hier zu sehenden Stühle befinden sich also wesentlich nördlicher als die auf Ross Island. Trotzdem wollte ich dieses herrliche Panorama mit Plastikstühlen nicht enthalten.
Loading and offloading passenger onto penguin colony. Plastic chairs are Wellington boot cleaning stations.






