Nicht weil auch ein Plastikstuhl in dem Video zu sehen ist, sondern weil sich die Lage in dieser israelischen Kleinstadt in den letzten Wochen leider wieder zugespitzt hat poste ich hier das Video „Save Sderot“…
(via Planet Hop.)
Archiv für den Monat: Mai 2007
Linksjugend [’solid] und BAK Shalom in Berlin gegründet. Und ein Plastikstuhl war auch dabei.
Ein langes Wochenende in Berlin. Viele Streits um Namen, Satzung, Programm, Höchstalter, Größe des BundessprecherInnenrates und Verhältnis zur ‚Mutterpartei‘. Knapp 250 Delegierte aus den Quellorganisationen [’solid] – die sozialistische jugend, verschiedenen WASG-Jugendgruppen sowie den Jungen Linken (der ehemaligen PDS-Jugend) debatierten und kloppten sich darum, wie der neue Verband aussehen soll. Insbesondere darüber, welches Verhältnis der Verband zu der Partei ‚DIE LINKE.‘ haben soll und wie das Ganze heißen soll, gingen die Positionen weit auseinander, wobei folgender Kompromis gefunden wurde:
Die Linksjugend [’solid] ist als parteinaher Jugendverband die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE.
Über den Namen scheinen nicht alle ganz glücklich zu sein.
Die Leser_innen von plastikstuhl.de mögen mittlerweile eingenickt sein oder sich ernsthaft fragen, wo hier der thematische Bezug zum sonstigen Blog-Konzept steckt. Aber dies soll kein Off-Topic-Post bleiben.
Am Rande der Bundesdelegiertenkonferenz wurde der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom ins Leben gerufen, als „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus“. In dem Gründungspapier heißt es:
The Catholics hate the Protestants and the Protastants hate the Catholics and the Moslems hate the Hindus and the Hindus hate the Moslems – and everbody hates the Jews. (Tom Lehrer)
Von Antisemitismus ist die gesamte Gesellschaft betroffen, rechts und links, oben und unten. Während Antisemitismus traditionell nur Rechtsextremen zugeschrieben wird, ist es bei vermeidlich emanzipatorischen Strömungen umso schwieriger über linken Antisemitismus zu sprechen, da ja Linke oder Aufklärer keine Judenhasser sein Können. Das sie es doch sein können, zeigt ein Blick in die Strömungen.
Der BAK ist der Überzeugung, dass es für unseren Jugendverband notwendig ist, die benannten Themen als ein zentrales Element unserer Gesellschaftskritik zu betrachten.
Um endlich einen offenen Dialog zu ermöglich, werden wir durch Kampagnen, politische Bildungsarbeit und andere Maßnahmen auf das Anliegen aufmerksam machen.
Infos über Veranstaltungen, Aktionen und ähnliches folgen bald.
Wie auch ein Stau politisch genutzt werden kann, demonstrierten die Genoss_innen aus Hessen, die die unverhoffte Pause auf der Autobahn während der Rückfahrt dazu nutzten, Flugblätter und CDs zu verteilen. Nähere Informationen über die Linksjugend [’solid] gibt es natürlich auf der Verbandshomepage, aber auch in dem ausführlichen Wiki-Eintrag. Was nur HIER steht, ist, dass es bei der BDK prima Duschräume gab, in denen sogar ein Plastikstuhl zum ablegen der Wäsche bereit stand!
Top Jobs in Plastikstühlen
Einer meiner wichtigsten und gleichzeitig sinnlosesten RSS-Feeds ist der Feed Google-Blog-Suche nach dem Suchbegriff „Plastikstuhl“… Neben uninteressanten Urlaubsgeschichten (in denen, wenn der Urlaub in warme Länder führte, immer auch Plastikstühle auftauchen), Aktfotografien von Menschen auf Plastikstühlen oder meinen eigenen plastikstuhl.de-Einträgen ist ab und zu auch echt mal eine spannende Geschichte dabei. So auch heute wieder.
Kirsten bloggt bei „Hormonlotto“ über ihre top 5-traumberufe: minigolfplatz-betreiberin / obst- und gemüseladenbesitzerin / hausfrau & mutter / schriftstellerin / plattenladenbesitzerin. Und bei den ersten beiden Top Jobs arbeitet sie auch den Plastikstuhlbezug der jeweiligen Tätigkeit heraus. Sehr löblich.
- minigolfplatz-betreiberin
ganz weit vorne. totaler traumjob. den sommer draußen verbringen, mit sonnenhut und schlappen im plastikstuhl sitzen, rauchen, immer leicht angeschickert sein und menschen anschreien. frage nur: was macht eine minigolfplatz-betreiberin im winter???- obst- und gemüseladenbesitzerin
auch super. oldschool obst- und gemüse-verkauf mit papiertüten, jeder menge netter gemüsekaufender ommas und im sommer, wenn keine kundschaft im laden ist: draußen vorm laden im plastikstuhl sitzen,rauchen, immer leicht angeschickert sein und schwätzchen halten.
Wobei ich mir die Schriftstellerin im Café und die Hausfrau&Mutter auf dem Spielplatz auch sehr gut im Monobloc sitzend vorstellen kann. Und vielleicht hat die Plattenladenbesitzerin ja auch einen Plastiksessel (so heißen die Dinger in der Schweiz*) vor Laden stehen. Ingos Plattenkiste in Hamburgs Grindelallee hat ja sogar eine bewirtschaftete Terasse, auch wenn da robustere Stühle rumstehen.
*) Das schweizer Staatsfernsehen zeigt dort dieses Plastikstuhlfoto von mir, welches es ohne Nachfrage und Freigabe von meiner Flickr-Seite geklaut hat. Tz, tz, SF1!
RischRusch – Club Tel Aviv
Diesmal am 12. Mai

Die israelische Musiknacht findet in der Regel am letzten Samstag im Monat im Konsum (Stresemannstraße 13, Hamburg) statt. Im Mai tanzt die Veranstaltung etwas aus der Reihe. Schon am 12.5. (also kommenden Samstag) geht es mit dem musikalischen Rauschen am Neuen Pferdemarkt weiter.
Wie immer kostenlos. Wie immer mit einer Querfeldeinmischung aus den verschiedensten Musikrichtungen: von Blues bis Electro. Von Acute bis Zadik Zecharia.
Wilhelmsburg: Plastic Chair meets Plastic Toilet
Angekommen in Wilhelmsburg. Super hier. Und es gibt fast alles was so gebraucht wird. Das Mineralwasser wird geliefert, der Aldi ist gleich am Kanal, der Markt Basar ist zweimal in der Woche, bei Café Seu gibt’s lecker Milchkaffee für die Busfahrt, Schrauben können bei Eisen-Jens erworben werden, Tocotronic kommt im August und was in den vielen kleinen Läden auf der Veringstraße nicht erhältlich ist gibt es bei Onkel Tokoy in der Fährstraße. So wie diese Kinderplastikstuhl und den Kinderstuhl-Stuhl.
Und wer wissen möchte, was in Wilhelmsburg sonst noch geht, wird bei „Noch mehr Hamburg fündig..
Post aus China

In letzter Zeit ist das Feedback zu plastikstuhl.de leider etwas rarer geworden. Zum schmunzeln regte dann doch folgende Mail an, die ich von einer chinesischen Firma bekam, die unter anderem Gussformen für Plastikstühle herstellt:
Dear Sir or Madam,
How do you do .
I’m Marsha come from China , Our company is specialized in mould making, I
saw your company in internet , We are very interesting in your chair mould
terms .So I send the mail to you .
We can provide cheap and good quality service in it .
Please don’t hesitate to contact with me.
Waiting for your reply.
Best regards.
Marsha
Vielleicht hat ja eine andere Person mehr interesse daran als ich und kann sich dann direkt an Wanjia wenden.

PS: Übrigens straft diese e-Mail noch mal die Verlässlichkeit der „Great Firewall of China“ ab. Anscheinend ist plastikstuhl.de ja doch aus der Volksrepublik zu erreichen.
