Pimp your Plastikstuhl




Pimp your Plastikstuhl

Originally uploaded by dj_hummus.

Im Barmbeker Aldi konnte ich heute das Gespräch zwischen dem Filialleiter und einer Mitarbeiterin belauschen. Die Hälfte der Sitzauflagen für Monoblockstühle müsse zurück gehen. Es seien zu viel gekommen.

Was hat das zu bedeuten. Plastikstühle, die aus einem Stück gegossen sind (Monoblock) gibt es doch wie Sand am Meer. Gibt es vermeintlich keine Nachfrage, weil in Barmbek niemand auf Plastikstühlen sitzt? – Das halte ich für ein Gerücht, denn auch dort sind sie auf Balkönen und in Kleingärten massig vorhanden. Oder sind Plastikstühle auch ohne Sitzauflage bequem genug? – Ich glaube schon. Nur wenn man in Badezeugs drauf sitzt bekommt mensch einen schwitzigen Popo. Aber die BarmbekerInnen sitzen wahrscheinlich zu selten in Badeklamotten auf ihren Plastikstühlen. Mmh?!

Wer jedenfalls den eigenen Plastikstuhlpark aufrüsten möchte, ist bei Albrechts Discount (Nord) derzeit bestens bedient. Die Stühle selbst (hier als „Stapelsessel“) sind mit 9,99 € jedoch nicht das beste Schnäppchen, auch wenn sie einen sehr soliden Eindruck machen.

Digitale Geschlechterverhältnisse
Ein Abend zu Gender in Internet und Computerspielen

Innerhalb von Plastikstuhl.de ist dieser Eintrag mal wieder etwas abseits der üblichen Themen platziert. Who cares?!

Am nächsten Donnerstag (26. April) wird ab 20:30 Uhr in der Clémentine Clayonnage (Hamburg, St. Pauli) ein Abend zu Geschlechterverhältnissen im Web 2.0 und Computerspielen stattfinden. Neben einem Vortrag zu Gender-Switching in World-of-Warcraft werde auch ich eine kleine Präsentation halten. Thematisiert werden hier geschlechtliche Positionierungsmöglichkeiten (wenn man so will: Rollen) in Online-Communities. Hierbei wird insbesondere das studiVZ in einem diskursanalytischen Versuch auseinander genommen. Außerdem soll ein Blick auf Widerstände und Alternativen zu zweigeschlechtlichen Zwangspositionierungen in Web 2.0-Plattformen geworfen werden.

Die Adresse der Clayonnage ist: Clemens-Schulz-Straße 70 / 20359 Hamburg
Das ganze kostet nix.

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Die Abbildung zeigt eine „Fehlermeldung“ bei nicht angegebener Geschlechtszuordnung bei der studiVZ-Anmeldung

Edit: Die Präsentation zu WoW fällt leider aus. Also nur Geschlechtliche Positionierungen im studiVZ.

Plastikstühle gegen Studiengebühren

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In Hamburg (wie anderswo) wird derzeit gegen Studiengebühren mobilisiert und zum Boykott aufgerufen. An der Uni Hamburg müssen sich mehr als 10.000 Studierende an der Zahlungsverweigerung mittels Treuhandkonto beteiligen, sonst sieht’s mit dem Boykottvorhaben schlecht aus. An der kleineren HAW geht derweil die Mobilisierung ganz gut voran.

An vorderster Streikfront – wie hier zu sehen – steht natürlich auch ein Monoblock-Plastikstuhl. Wie könnte es anders sein?!

(via: tosche.com)

RischRusch – Club Tel Aviv
am Samstag, den 28. April geht’s weiter!

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Die nächste israelische Musiknacht nähert sich im Sauseschritt. Mit neuer Musik auf Festplatte und im CD-Koffer ausgestattet, werde ich auch am 28. April wieder eine ganze lange Nacht durch (von 22:00 bis mindestens 3:00 Uhr) im Konsum auflegen. Serviert wird Gitarrengeschrammel, Indie, Elektrokrach, Stadionrock, Gummibärchenpop und Experimentelles von Haifa bis Eilat. Und weil das Auge mit ißt, werden auch wieder bunte Plastikstuhlbilder an die Wand gebeamt werden.

Israelische Unabhängigkeitstagsfeier in Hamburg

Zum 59. Jahrestag der israelischen Unabhängigkeit (dem Yom HaAtzma’ut) laden das Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg und JONS e.V. (Jüdische Organisation norddeutscher Studenten) ein.

Der Israelische Unabhängigkeitstag, der dieses Jahr auf den 24. April fällt, wird ab 19 Uhr im Metropoliskino mit Vorführung des Films Yana’s Freunde (von Arik Kaplun), israelischer Musik, Snacks und Wein gefeiert.

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Air Plane Mashed Potatoes –
Neuer Elektrokrach von Birdsong

Birdsong.co.il ist ein Netlabel aus Israel, die nach eigenen Angaben auf kreative Homerecordings spezialisiert sind. AP:MP („Air Plane Mashed Potatoes“) nennen sich das neueste Debut.

Air Plane Mashed Potatoes is a mish mash of hard and broken electronic beats, arabic pop and braindance all soaked in punk attitude. The live electronic sounds were produced with the use of two samplers, guitars, turntable, radio,
microphone, sticks and endless showoffs.

Eine Menge Krach können diejenigen erwarten, die sich dieses 21. Album des Vogelliederlabels herunterladen. Krach. Aber schöner Krach. Oder auch: schön, aber Krach. Je nach Geschmack. I like it.

Plastic Chair ≠ Gangsta
Israelischer HipHop

Bei einer österlichen/pessachlichen ich-surf-mal-im-Netz-rum-statt-was-für-die-Uni-zu-tun-Session bin ich mal wieder auf einige interessante Musik aus Israel gestoßen. „51%“ zeigt, wo mensch in Israel HipHop-Videos dreht: südlich des Florentin-Viertels in Tel Aviv zwischen leerstehenden Garagen und Kleinindustrieanlagen, wo harter Beton statt weicher Plastik zum hinsetzen einlädt. Der einzigen Gegend in Tel Aviv, in der ich es nachts manchmal ein bisschen ungemütlich fand und mich Teenie-Gangster mal abziehen wollten. Als ich zu verstehen gab, dass ich darauf keine Lust hatte, ham die das dann aber auch eingesehen… However. Hier sind 51% mit „4rappers“:

Auf der Webseite der Band gibt es einige freie Downloads, unter anderem dieser 51% – Remix.

Auf der YouTube-Seite zu obigen Video gelandet, fanden sich schließlich noch das eine oder andere HipHop-Filmchen. Zum Beispiel das Back-to-School-Rumgehopse von The Rashgad Project:

Und wer noch nicht genug hat, kann noch mal bei Kodman und seinen MySpace-Freunden vorbei schauen. Ach je. Vielleicht ist das auch nur so’n Ressetiment-geladener Kulturpessimismus von mir. Aber „richtige“ Webseite find‘ ich ja netter. Das mag ja alles ganz toll und einfach sein, aber schön ist MySpace ja echt nicht… Und die ganzen PimpMyDingsbums-Geschichten machen es auch nicht grad besser. Wie auch immer…

Attraktive Musik aus Israel

… nun ja, der Text ist so la la, aber die Musik wunderschön. Und das Video dazu sehr schön gemacht. Genug der Rezension. Selbst angucken/-hören! ‚N Blog-Eintrag darf auch mal kurz sein.

Yoav Brill von der Tel Aviver Version des Time Out-Magazins meint dazu:

„it is a critical mass of talent that one day will have to explode
outside of Israel. As long as it’s here, it is highly recommended to absorb it“

Recht hat er. Aber plastikstuhl.de bemüht sich ja am laufenden Bande, etwas von diesem Talent der israelischen Musikszene in die Welt zu tragen.

PS: Ach ja, die Band heißt Eatliz, scheint keine Homepage zu haben, aber eine… na schön, ihr wisst schon.

The Cemetery Club – Israelischer Dokumentarfilm im 3001 Kino

cemetery club Mt. Herzl Cemetery

Der Film „The Cemetery Club“ von der israelischen Regisseurin Tali Shemesh hat derzeit in der BRD Premiere. Den Film-Standbildern zu Folge wird auch der ein oder andere Plastikstuhl dort zu sehen sein.

Nationalfriedhof Mount Herzl in Israel. Jeden Samstag morgen die gleiche Prozession: Bestückt mit Plastik-Klappstühlen und Essensboxen zieht eine Gruppe älterer Menschen an dem Grabstein des Wegbereiters des politischen Zionismus vorbei, um es sich unter dem Schatten einer ausladenden Kiefer bequem zu machen. Die „Mount Herzl Academy“ tagt. Fünf Jahre lang hat die Filmemacherin Tali Shemesh die Gruppe begleitet, deren Zweck, neben der Diskussion kultureller und zeitgeschichtlicher Fragen laut Satzung darin besteht, der Vereinsamung im Alter vorzubeugen. Im Mittelpunkt stehen Minya, die zurückhaltende und eher schweigsame Großmutter der Regisseurin, und Lena, deren dominante Schwägerin – zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und die das Schicksal doch fest aneinandergebunden hat. Mit großer erzählerischer Sicherheit bewegt sich der Film zwischen der Gruppe, deren Mitglieder nach und nach sterben, und Lenas privatem Drama, das stellvertretend für das Trauma derer steht, die den Nazi Terror überlebt haben. Mit „The Cemetery Club“ gelingt der Regisseurin ein ergreifendes, sehr persönliches und unerwartet humorvolles Portrait der Holocaust Generation, wie wir es so noch nie gesehen haben. (DOK Leipzig 2006)

Der Film kann unter anderem (im 3001-Kino in Hamburg gesehen werden.

EDIT:
The Cemetery Club läuft im 3001 noch bis zum 11. April