Es war voll im Übel & Gefährlich, als die sechs von Balkan Beat Box trommelnd und trötend mit Schafsmasken durch das Publikum liefen, um sich dann auf der Bühne in Rage zu spielen. Die Musiker gönnten sich kaum eine Atempause zwischen ihren Stücken. “It’s not a live event, it’s a party”, rief man der Menge zu und auch in den letzten Reihen konnte niemand ruhig sitzen bleiben. Ein Schweißbad im Bunker an der Feldstraße.
Der Flyer kündigte BBB als “Urban Electro Gypsy Brass Folk” an, doch auch bei dieser beschreibenden Aneinanderreihung ist der Musik keinesfalls genüge getan. Es braucht einen großen Apothekenschrank, um die Band in die entsprechenden Schubladen zu stecken. Und weil solche Schränke rar sind, kann alternativ auch nach einer Kommode mit einer Schublade gesucht werden, die das Label “Tanzmusik” trägt. Denn das versprochene Attribut tanzbar, tanzbar, tanzbar erwies sich keinesfalls als übertrieben. Die Aufforderung zum tanzen und hüpfen wurde von gut 1000 Menschen dankbar angenommen. Genauso wie die Bitte, bei jedem Hahnschrei-Sample Lärm zu machen.
Trotz Mackergehabe des Leadsingers, 12 Euro Eintritt und einem Publikum, dass bei “Peace for the children of Palestine” viermal lauter schrie als zu “Peace for the children of Israel” alles in allem ein gelungener Abend, den die Leutz vom Datscha Projekt da auf die Beine gestellt haben. Wir dürfen gespannt sein auf Boom Pam im Fundbureau.
Bald isses wieder so weit: Das musikalische Rauschen geht weiter. Am Samstag den 24.02. packe ich wieder meinen Musikkoffer und lege ab 22:00 Uhr Musik aus Israel im Konsum (Stresemannstraße 13) auf. As usual kost’ das Ganze keinen Eintritt. Ich freu mich, euch dort zu sehen.
Eine Übersicht über die RischRusch-Termine in 2007 gibt es hier.
Bis auf weiteres bleibt The Basement meine Erste Wahl hinsichtlich der Bestellung israelischer Musik. Zumindest alles, was es an neuem Zeug von independent- und CD-R-Labels nicht bei imusic.co.il nicht gibt, bestelle ich hier. Es dauert nie länger als eine Woche und neben den bestellten CDs sind immer noch ein Haufen Sticker und Aufkleber und ein bis zwei Tonträger als Zugabe dabei. WOW!
Und auch musikalisch war die letzte Bestellung ein großes Ereignis:
Entschuldigt bitte die BILD-style-mäßige Überschrift, aber ich kann nicht anders. Nicht nur, dass mir eine liebe Freundin aus Israel per e-Mail Besuch ankündigt. Sie bringt auch noch gleich welchen mit. Am 23.02. wird Balkan Beat Box in Hamburg gastieren: Eine unglaublich gute israelisch-amerikanisch-balkanische-usw. Band, deren Musik mindestens ebenso komplex und schwer einordbar ist, wie die geografische Zusammensetzung der Bandmitglieder: Datscha-Mucke, Gypsy-Pop, elektronische Bässe. Und alles: tanzbar, tanzbar, tanzbar.
Wen das nicht überzeugt, sei ein Blick/Klick auf YouTube angeraten. Nach diesen Video-Snippits, kann mir niemand erzählen BBB würden live nicht rocken:
Der genaue Ort ist noch to be announced… Aber soweit ich’s weiß, werd ich’s hier nachreichen. Also gleich den RSS-Feed abbonieren!
EDIT: Wie es aussieht werden BBB wohl im Übel und Gefährlich spielen.
Es sei lediglich der Hinweis gegeben, dass sich am nächsten Tag viel Zeit zum Ausschlafen genommen werden sollte, denn am (Samstag den) 24. Februar ist bereits wieder RischRusch – Club Tel Aviv im Konsum angesagt!
Yupp. Nun hat mich der Wahn auch gepackt. Aber das letzte Penny-Markt-Prospekt hat einfach zu sehr geschockt, als das ich im Stande gewesen wäre, es für mich zu behalten. Genießt die herzzerreißende Geschichte von der Freundschaft (oder Liebe) zwischen Frisch und Billig…
Yes… Das wird ein Riesenspaß! … Von der Band Boom Pam habe ich an anderer Stelle schon geschrieben gehabt. Bisher kenne ich leider nur vereinzelte Stücke von ihnen, die ich per iMusic.co.il-Download erwarb, auf einem Sampler hörte oder von ihrer Homepage hörte. So zum Beispiel den Hit Hatul veHatula
Nun wird es am 16.03.2007 die einmalige Chance geben, die Combo live in Hamburgs Fundbureau zu sehen. Auch in weiteren europäischen Städten schauen sie vorbei. Via:Nordstadtsafari
Ein wunderschöner Clip von Seebube! Ein Plastikstuhl tanzt im Wind zu klimpernden Klängen. Ich mag mich kaum satt sehen. Perfekt um sich im Halbminutentakt von der Arbeit abzuhalten. Hach! Hübsch. Und was für eine wunderbare Abwechslung zu all der Gewalt.
Der Wahnsinn geht weiter… “Männertag und Plastikstühle”, heißt folgendes YouTube-Video. Keine gute Kombination. Ganz und gar grausam… – Abgesehen davon, was ‘die Umwelt’ wohl davon hält, ich halte nicht viel von. Kein Alkohol für Männertagsmänner würde ich sagen, naja.
Aber das ist natürlich nicht das Ende der Fahnenstange:
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יום הזכרון לחללי מערכות ישראל ולנפגעי פעולות האיבה
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